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News des Tages
- 22.02.2012
Fastenzeit nach Karneval
Jeder Zweite ist bereit zu verzichten
Kein Schnaps, keine Schokolade, kein Steak: Nach den Karnevalstagen beginnt am Aschermittwoch für viele Deutsche eine längere Fastenzeit. Jeder Zweite findet den Verzicht auf bestimmte Genussmittel
Kein Schnaps, keine Schokolade, kein Steak: Nach den Karnevalstagen beginnt am Aschermittwoch für viele Deutsche eine längere Fastenzeit. Jeder Zweite findet den Verzicht auf bestimmte Genussmittel oder Konsumgüter über mehrere Wochen gesundheitlich sinnvoll. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit.
Hauptsünde Alkohol
Beim Fasten würden 67 Prozent von über 1.000 Befragten am ehesten auf Alkohol verzichten. Es folgen Süßigkeiten, Fleisch und Rauchen. Fast jeder dritte Deutsche ist bereit, in der Fastenzeit sein Handy ausgeschaltet zu lassen, wobei dies deutlich mehr Frauen als Männer angeben. 22 Prozent der Befragten finden auch einen zeitlich begrenzten Rückzug aus der Online-Welt sinnvoll und würden auf ihren Computer oder das Internet verzichten.
Regionale und geschlechtliche Unterschiede
In der Umfrage der DAK-Gesundheit geben 51 Prozent der Befragten an, dass sie mindestens schon einmal für mehrere Wochen bewusst auf Genussmittel und Konsumgüter verzichtet hätten. Die Beteiligung an einer Fastenzeit ist in Bayern und Baden-Württemberg besonders hoch. In den ostdeutschen Bundesländern ist der Anteil niedriger. Während 13 Prozent der Befragten ohne Erfahrung sich künftig einen gezielten Verzicht vorstellen können, kommt dies für 36 Prozent gar nicht in Frage.
Beim Fasten gibt es zudem deutliche Unterschiede der Geschlechter. Mit 56 Prozent finden mehr Frauen den bewussten Verzicht sinnvoller als Männer. Die Männer würden mit Abstand am ehesten auf Alkohol verzichten, gefolgt von Süßigkeiten und Rauchen. Die Frauen nennen Alkohol, Süßigkeiten und an dritter Stelle Fleisch.
Sieben Wochen etwas Gutes für sich tun
„Die Zeit bis zum Osterfest nutzen viele Menschen, um über ihr Leben und mögliche Veränderungen nachzudenken“, erklärt Expertin Silke Willms von der DAK-Gesundheit. „Wer seinem Körper oder seiner Psyche helfen möchte, sollte nicht nur an Verzicht und Verbote denken. Als Alternative bietet sich an, sieben Wochen lang bewusst etwas Gutes für sich zu tun. Das kann gesunde Ernährung sein oder gezielte Entspannung.“
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Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, auf eine gesündere Lebensweise umzustellen.
Julia Heiserholt (DAK); Bild: DAK/Schläger
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News des Tages
- 21.02.2012
Abnehmen: Was hilft langfristig?
Diät und Abnehm-OP im Vergleich
Abnehmen ist machbar, doch das Gewicht anschließend zu halten ist schwer. Deutsche Forscher nahmen nun die verschiedenen Abnehm-Methoden in einer Langzeitstudie unter die Lupe. Sie stellten fest: Bei
Abnehmen ist machbar, doch das Gewicht anschließend zu halten ist schwer. Deutsche Forscher nahmen nun die verschiedenen Abnehm-Methoden in einer Langzeitstudie unter die Lupe. Sie stellten fest: Bei Menschen mit starkem Übergewichtigen verspricht ein chirurgischer Eingriff den größten Erfolg.
Diät oder OP?
Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum untersuchten mehr als 500 Männer und Frauen, um die Langzeiterfolge nach einer Gewichtsabnahme zu überprüfen. Über 250 Männer und Frauen nahmen ein Jahr lang an einem Gewichtsreduktionsprogramm teil. Das Programm beinhaltete eine Diät, eine Anleitung zu einer gesunden Lebensweise, Bewegung und eine psychologische Betreuung. Eine zweite Gruppe von 153 übergewichtigen Männern und Frauen ließ sich ein Magenband operativ einsetzen. 302 Personen, die nicht übergewichtig waren, bildeten die Kontrollgruppe.
OP erfolgreich, aber riskant
Die Forscher ermittelten das Gewicht der Teilnehmer zu Beginn der Studie, nach einem Jahr und nach vier Jahren. Die Teilnehmer des Diätprogramms verloren im ersten Jahr durchschnittlich 18,2 Kilogramm. Drei Jahre später hatten sie wieder 14,5 Kilo zugenommen. Operierte Teilnehmer verloren im ersten Jahr durchschnittlich 36,9 Kilogramm und nahmen in den nächsten drei Jahren nur 2,4 Kilo zu. Langfristig ist die Operation somit die effektivste Methode.
Die Experten raten dennoch: Übergewichtige sollten die Vor- und Nachteile einer Operation im Einzelfall sorgfältig abwiegen und die Operationsrisiken nicht unterschätzen. Laut den Experten sei eine Operation vor allem bei krankhafter Adipositas zu empfehlen. Menschen mit leichtem Übergewicht sollten eine langfristige Umstellung der Lebensgewohnheiten vorziehen.
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Nach einer Gewichtsabnahme fällt es vielen schwer ihre Figur zu halten. Da hilft nur eiserne Disziplin.
Sandra Göbel; Bild: DAK-Gesundheit
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News des Tages
- 20.02.2012
Senioren grübeln weniger
Denkweise bestimmt Lebenszufriedenheit
Die psychische Gesundheit ist vom Alter abhängig. Ältere Menschen neigen weniger zum Grübeln und sind mit ihrem Leben insgesamt zufriedener als Jüngere, wie eine Studie der Universitäten Luxemburg
Die psychische Gesundheit ist vom Alter abhängig. Ältere Menschen neigen weniger zum Grübeln und sind mit ihrem Leben insgesamt zufriedener als Jüngere, wie eine Studie der Universitäten Luxemburg und Würzburg ergab.
Grübeln macht depressiv
Die Forscher wollten herausfinden, inwiefern das Älterwerden und Umstände, die zu Depressionen führen, zusammenhängen. Sie gingen davon aus, dass bestimmte Denkweisen depressive Verstimmungen und Depressionen begünstigen. Wer zu viel nachdenkt, konzentriert sich zu sehr auf seine Probleme und Gefühle, statt aktiv zu handeln. Grübler sind daher stärker gefährdet, an Depressionen zu erkranken.
Im Alter glücklicher?
Für die Studie befragten die Wissenschaftler 300 Personen im Alter von 15 bis 87 Jahren. Die Teilnehmer sollten ihre Gedanken, Stimmungen und ihr persönliches Wohlbefinden einschätzen. Die Forscher stellten fest, dass zu viele Grübeleien die Lebenszufriedenheit der Befragten tatsächlich einschränkt. Ihnen fiel auf, dass diejenigen, die 63 Jahre oder älter waren, deutlich weniger von negativen Gedanken berichteten als die Jüngeren.
Die Ergebnisse bestätigen, dass sich die Denkweise eines Menschen und damit auch seine Anfälligkeit für Depressionen im Lauf seines Lebens ändern. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Behandlung von Depressionen dem jeweiligen Alter der Betroffenen anzupassen.
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Einer aktuelle Studie zufolge neigen ältere Menschen weniger zum negativen Denken als Jüngere.
Julia Heiserholt; Bild: Techniker Krankenkasse